Warum schreit mein Baby?


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23 Juni 2007
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Ihr Kind brüllt lautstark. Klar, irgendetwas passt ihm nicht. Nur was? Entschlüsseln Sie das Weinen Ihres Babys

Das Erste, was Babys machen, wenn sie auf der Welt sind, ist schreien. „Hallo, jetzt bin ich da!“, lässt das Neugeborene Mama und Papa wissen. Aber auch: „Hilfe, wo bin ich da nur hingeraten?“

Schließlich ist für die Kleinen nach der Geburt nichts mehr so, wie es vorher war. „Neugeborene müssen mit einem völlig neuen Lebensgefühl zurechtkommen“, erklärt Petra Haberkorn, Kinderkrankenschwester an der Frauenklinik des Rotkreuzklinikums München. In Mamas Bauch war es nicht nur kuschelig warm, es schaukelte auch so schön, Geräusche waren angenehm gedämpft zu hören. Jetzt hingegen ist es hell, laut, kalt, ungemütlich. Und weil ein Baby keine andere Möglichkeit hat, sich mitzuteilen, schreit es einfach los.

Was es dann braucht, liegt für Petra Haberkorn auf der Hand: „Viel Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten. Kuscheln Sie mit Ihrem Kind, wann immer es geht, damit es Sie riechen kann und Ihren Herzschlag spürt.“ Schon nach einer Woche werden Eltern merken, dass ihr Kleines langsam in der Welt ankommt. Wie viel ein Baby schreit, ist zu einem großen Teil Charaktersache. Und: Neugeborene, die Geschwister haben, brüllen von Anfang an lauter. „Sie waren bereits im Bauch einen höheren Geräuschpegel gewohnt“, erklärt Haberkorn.

Da junge Eltern das Weinen ihres Kindes häufig verunsichert, hat BABY und Familie einen Schrei-Check zusammengestelllt. So finden Sie Schritt für Schritt heraus, was Ihr Kleines braucht:

  • Will es kuscheln? Das Baby fängt an zu schreien, und die meisten Eltern machen instinktiv das Richtige: „Sie nehmen ihr Kind auf den Arm und trösten es“, sagt Petra Haberkorn. So fühlt es sich geborgen und weiß: Da ist jemand, der sich um mich kümmert. Die Kinderkrankenschwester hält nichts davon, Säuglinge erst einmal schreien zu lassen. „Meine Erfahrung ist, dass Babys nicht einfach aufhören zu weinen, sondern sich immer weiter hineinsteigern.“ Das kräftigt nicht die Lungen, sondern bedeutet Stress für die Kleinen.
  • Hat es Hunger? Gerade bei Neugeborenen ist Hunger ein häufiger Schreianlass. Sie strampeln zunächst aufgeregt mit den Beinchen, saugen an den Fingern, suchen nach Mamas Brust. Fließt dann nicht schnell Milch, werden sie ungehalten, quengeln zuerst, bis sie schließlich richtig losbrüllen. Was Mütter manchmal erstaunt, aber durchaus möglich ist: Selbst wenn die letzte Mahlzeit erst eineinhalb Stunden her ist, kann den Kleinen der Magen schon wieder knurren.
  • Fühlt es sich wohl? „Schreit das Kleine, obwohl es satt ist, würde ich als Nächstes nachsehen, ob dem Kind zu warm oder zu kalt ist“, sagt Expertin Haberkorn. Babys können in den ersten Lebenswochen ihre Körpertemperatur noch nicht gut selbst regulieren. Friert ein Baby, hat es kalte Hände und Füße. Ist ihm zu heiß, hat es einen feuchten Nacken. Eine nasse Windel stört die Kleinen dagegen kaum. Natürlich sollten Eltern sie regelmäßig wechseln, um eine Reizung der empfindlichen Popohaut zu vermeiden. Babys beschweren sich aber nur selten ausschließlich deswegen.
  • Zwickt es im Bauch? „Legen Sie Ihre Hand auf Babys Bauch“, rät die Kinderkrankenschwester. Fühlt er sich aufgebläht an? Dann kann es sein, dass Ihr Kleines beim Trinken oder Schreien zu viel Luft verschluckt hat. Wenn Sie stillen, schlägt ihm vielleicht auch Ihre Nahrung auf den Magen. Es gibt zwar keine wissenschaftlichen Belege für diese Theorie. Aber Sie können versuchen, blähende Speisen wie etwa Hülsenfrüchte wegzulassen. Ein Fenchel- oder Kümmeltee und eine wohltuende Massage helfen Ihrem Kind jetzt. Üben Sie dafür mit kreisenden Bewegungen in Uhrzeigerrichtung leichten Druck um den Bauchnabel aus.
  • Ist ihm langweilig? Eigentlich hat Ihr Baby doch alles, mögen Sie denken: Es hat getrunken, ist gesund und ausgeschlafen. Trotzdem fängt es an zu quengeln. „Wahrscheinlich ist ihm langweilig“, sagt Expertin Haberkorn. Nur im Bett liegen – da gibt es nicht viel zu entdecken. Viel schöner ist es doch, an Mama gekuschelt ihre Stimme zu hören und gestreichelt zu werden. Was viele Babys mögen: in einem Tuch oder Tragesack vor Mamas oder Papas Bauch zu hängen und getragen zu werden. Das schaukelt so schön, und außerdem riecht es vertraut.
  • Ist es überreizt? Es kann aber auch sein, dass es Ihrem Kind einfach zu viel wird: staunender Besuch, der sich die Türklinke in die Hand gibt, dazu Eltern, die nervös und unsicher sind. „Neugeborene können die vielen Reize nicht gut verarbeiten, sie sind überfordert und schreien“, erklärt Haberkorn. Eltern sollten deshalb gerade die ersten Wochen nicht zu voll packen mit Aktivitäten, sondern sich Zeit nehmen, um als Familie anzukommen. Manche Babys, weiß die Expertin, schreien abends für ein bis zwei Stunden ohne erkennbaren Grund. „Sie verarbeiten den Tag.“ Wirklich beruhigen lassen sie sich dann nicht, selbst wenn Mama und Papa sie herumtragen oder ihnen einen Schnuller geben. Manchmal hilft es, das Baby fest in eine dünne Decke einzuwickeln und hinzulegen.
  • Ist es ein Schreibaby? Ärzte definieren ein Kind als Schreibaby, wenn es mindestens drei Stunden am Stück, mindestens drei Tage pro Woche und mindestens drei Wochen lang schreit. Doch auch wenn ein Kind weniger brüllt, kann das die Eltern stressen. Mütter und Väter, die nicht mehr weiterwissen, sollten sich deshalb schnell Hilfe in einer Schreiambulanz holen. Eine Liste mit Anlaufstellen finden Sie im Internet unter www.trostreich.de.
Quelle: Barbara Weichs, Baby und Familie / GesundheitPro