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1 Mai 2007
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Nach einigen Einzelepisoden kommen in der The Walking-Dead-Episode Crossed alle Figuren zumindest kurz zum Einsatz. Damit wird vor allem das Halbstaffelfinale vorbereitet. Prognosen dafür sind nach der Episodensichtung allerdings schwer.

Die Episode Crossed der US-Serie „The Walking Dead“ macht eines unmissverständlich klar: Im Midseasonfinale wird es zum Aufeinandertreffen im Krankenhaus kommen. Die ganze Episode leitet darauf hin. Die Frage ist nur: Wird es gewalttätig enden oder kann man sich friedlich einigen?

In dieser Episode wird die große Gruppe aber zunächst noch weiter gespalten. Michonne (Danai Gurira), Carl (Chandler Riggs), Baby Judith und Gabriel (Seth Gilliam) bleiben in der Kirche, wo sie sich verbarrikadieren.

Rick (Andrew Lincoln), Daryl (Norman Reedus), Tyreese (Chad Coleman), Sasha (Sonequa Martin) und Noah (Tyler James Williams) planen, Beth (Emily Kinney) und Carol (Melissa McBride) aus dem Grady Memorial zu befreien, wo Dawn Lerner (Christine Woods) ihre Probleme hat, den Laden zusammenzuhalten. Ihre Möchtegern-Polizisten warten allesamt nur auf einen Moment, um sie zu stürzen. Ricks Gruppe hat derweil die Kirche ausgeschlachtet und sich für alle Eventualitäten vorbereitet, indem sie Sitzbänke und Orgelpfeilen zu möglichen Angriffswaffen umfunktioniert.

Die Gruppe um Abraham (Michael Cudlitz) versucht herauszufinden, wie es weitergehen soll, nachdem der temperamentvolle Rotschopf seine Hoffnung auf einen Neuanfang, Eugene (Josh McDermitt), dermaßen verprügelt hat, dass nicht ganz klar ist, wie es gesundheitlich mit ihm weitergeht. Maggie (Lauren Cohan), Glenn (Steven Yeun), Tara (Alanna Masterson) und Rosita (Christian Serratos) versuchen nun das unmittelbare Überleben zu sichern, denn das Wasser wird knapp, das Feuerwehrauto ist unzuverlässig und die Zombieherde ist in Sichtnähe. Eine Idee muss her.

Gabriel - Gehen oder bleiben?

Gabriel hat Ricks Gruppe in sein Gotteshaus gelassen, wurde aber durch die Taten der Gruppe gegen die Kannibalen traumatisiert. Als er daran durch die Blutspuren in der Kirche erinnert wird, putzt er manisch den Boden - oder versucht es zumindest. Zwischenzeitlich versucht, Carl ihn an die Realität heranzubringen, indem er ihn eine Waffe wählen lässt, mit der er sich verteidigen kann. Nach wie vor kann Gabriel die Heftigkeit, mit der die Gruppe gemordet hat, nicht verstehen. Und Carls rationale Erklärung der Situation führt nur dazu, dass der Fluchtinstinkt des Priesters geweckt wird. Er entschuldigt sich, nachdem er sich für eine Machete entschieden hat, und verzieht sich in sein Büro, wo er seine Flucht vorbereitet, indem er die Dielen aus dem Boden löst.

Nach seiner erfolgreichen Flucht tritt er zunächst in einen Nagel und trifft bald im Wald auf einen weiblichen Walker, den er auf einen Pfahl wirft und mit einem großen Stein ausschalten könnte. Da er erkennt, dass es sich um eine ehemalige Gläubige handelt, kann er es aber nicht zu Ende bringen. Die Schuldgefühle überwiegen wohl doch, denn das, was er seinen Weggefährten vorwirft, hat er ebenfalls getan: Unmenschlichkeit bewiesen, als er niemanden in die Kirche ließ.

Doch wie lang kann ein Mensch wie Gabriel auf sich allein gestellt überleben? Und warum hat er nicht normal gefragt, ob man ihn gehen lässt? Es scheint so, als würde Gabriel durch sein Verhalten die Menschen um ihn in Gefahr bringen - ob mit Absicht oder aus Versehen. Das Schicksal des Geistlichen ist allerdings zunächst nicht besonders interessant. Wenn er jetzt durch sein eigenes Verschulden sterben würde, wäre wohl niemand sonderlich davon getroffen. Stöße allerdings Michonne und Co. etwas zu, wäre das fatal.

Abraham und Co - Ziellos aber nicht hoffnungslos

Während Abraham nach seinem Wutausbruch in einer Mischung aus Sturheit, Verzweiflung und Rage stecken bleibt, versucht der Rest der Gruppe einen kühlen Kopf zu bewahren. Maggie hindert ihn mit gezogener Pistole daran, Rosita anzugehen, als er ihr kurzsichtig das Wasser aus der Hand schlägt. Tara macht mit Humor das Beste aus der Situation, haut eine „Band of Brothers“-Referenz heraus und geht mit Rosita und Glenn auf Wassersuche. Dabei stellt sich heraus, dass Eugene nicht ganz nutzlos war: Er hat Rosita eine Technik gezeigt, um verschmutztes Wasser zu filtern. So erfahren wir, wie Rosita auf die beiden gestoßen ist und dass er zumindest Rositas Talente erkannt hat und natürlich dazu beigetragen hat, dass sie solange überleben konnte. Neben dem Wasser sehen die drei auch, dass sich Fische im Priel befinden und sie diese mit Kleidungsstücken fangen können. Da kommen die Untoten in der Nähe - und deren Kleidung - genau richtig. Tara freut sich währenddessen über den Fund eines Rucksacks, der ein Jo-Jo beinhaltet. Die Zusammenarbeit zeigt ihnen, dass man damit einiges Erreichen kann und die Flinte nicht vorschnell ins Korn werfen sollte. Der Handlungsstrang wird genutzt, um Tara und Rosita etwas mehr Frische und Charakterisierung zu verleihen, - und es gelingt zumindest im Ansatz.

Abraham beendet seine Buße, als Eugene ein Lebenszeichen von sich gibt und Maggie dem Ex-Militär ins Gesicht sagt, dass er nicht der Einzige ist, der schon einmal etwas oder jemanden verloren hat. Konnte Eugene den Knockout vielleicht nutzen, um sich etwas zu überlegen? Ob es nun zurück zur Kirche geht, doch nach vorne oder auf eine alternative Route, wird allerdings nicht klar.

Dieser Plot bringt etwas Humor in die Episode, hoffentlich wird Abrahams Sturheit aber nun beendet oder jemand anderes übernimmt die Führung. Glenn wird schon recht eindeutig in diese Position manövriert. Oder doch Maggie? Denn insgeheim ist diese Staffel eine, in der die Frauen das Ruder übernehmen - ob Beth, Carol oder Dawn. Es würde passen, wenn Maggie endlich aufwacht und aktiv wird. Passiv war sie schon lange genug.

Rick - Frontalangriff oder Verhandlung?

Rick würde das Krankenhaus am liebsten so angreifen, wie schon Terminus. Das ist dort allerdings zunächst schief gelaufen. Auch wenn man diesmal mit Noah einen Insider hat, lässt sich Rick von Tyreese und besonders dem immer friedfertiger werdenden Daryl dazu überzeugen, dass man eine diplomatische Taktik versuchen sollte. Mit Noah als Lockvogel könnte man einige der Polizisten aus der Reserve locken und sie als Druck- und Tauschmittel gegen Dawn nutzen. So wird es dann auch gemacht. Und zunächst scheint es so, als wären auch die Polizisten kooperationsbereit, auch wenn sie bezweifeln, dass Dawn sich auf den Tausch einlässt. Verkompliziert wird die Lage, als Verstärkung eintrifft. Während es so aussieht, als hätte man die Nachzügler im Griff, ist es Daryls Bauchgefühl, das sich als richtig erweist, ihn aber auch in tödliche Gefahr bringt. Nur wenige Zentimeter fehlen hier und Daryl wäre im Kampf gegen den glatzköpfigen Cop gebissen worden. Ricks Rückkehr rettet ihm jedoch das Leben. Trotz des Zweikampfs überzeugt Daryl Rick auch diesen Angreifer als Geisel zu nehmen. Die Menschlichkeit kehrt also zumindest bei manchen wieder.

Sasha ist hingegen noch nicht über den Verlust von Bob hinweg. Sie belastet, dass sie nicht die Kraft hatte, ihm den letzten Stoß zu verpassen. Ihr Bruder Tyreese kann das verstehen und versucht ihr beizustehen. Als sich dann herausstellt, dass der eine kooperationswillige „Cop“ (gespielt von Maximiliano Hernandez) ebenfalls Bob heißt, wird sie hellhörig und unvorsichtig. Denn dieser besitzt ein Talent für rührselige Geschichten und kann die Gruppe auch sonst dazu bringen, ihm in Bezug auf Dawn zu glauben. Spätestens in der finalen Szene der Episode wird jedoch klar, dass das wohl ein Fehler war. Als Sasha seinem angeblichen guten Kumpel mit ihrem Gewehr vom Zombiedasein befreien soll, nutzt er eine Unachtsamkeit eiskalt aus, um sie mit einem Stoß gegen die Scheibe auszuknocken und wegzulaufen.


Beth - Carols Retterin oder ihr Verderben?

Die Autoren nutzen sehr geschickt die Tatsache aus, dass Dawn als Figur so moralisch undurchsichtig erscheint. Bisweilen scheint sie gute Absichten zu haben, muss nach außen jedoch Stärke beweisen und ist selbst nur Spielball von gewissen äußeren Einflüssen. Haben die Polizisten also nur auf die Möglichkeit gewartet, sie zu entmachten? Lässt Dawn mit sich verhandeln? Werden Rick und Sie vielleicht im Endeffekt sogar zusammenarbeiten? Die Möglichkeiten sind vielfältig, besonders, wenn man sich ihre Interaktion mit Beth anschaut.

Beth wartet nur auf ihre Chance, um Carol aufzupäppeln. Doch Dawn hat zuvor eine Linie gefahren, die sie nun weiterverfolgen muss - auch wenn Beth das vielleicht im Gespräch mit dem Polizisten nicht auf Anhieb erkennt. Als es darum geht, ob man die Ressourcen sparen sollte und Carols Geräte zur Disposition stehen, mischt Beth sich ein und unterminiert Dawns Autorität, sodass Dawn hart sein muss, um ihr Gesicht zu wahren. Die zwei Fronten im Krankenhaus sind unübersehbar. Oder sind es sogar drei?

Heimlich gibt sie ihr dann jedoch den Schlüssel für den Medikamentenschrank, mit dem Beth ihrer Bekannten helfen soll. Denn anders als gedacht, ist Beth doch stärker, als Dawn zunächst glaubte. Es kristallisiert sich heraus, dass es eher die anderen Polizisten sind, denen die Macht zu Kopf steigt.

Mit ein paar Erdbeeren kann Beth einen alten Mann in Krankenhausmontur als Helfer bei der Ablenkung gewinnen. Noah lässt in der Taktikbesprechung ebenfalls fallen, dass die „Angestellten“ bereit zum Aufstand wären. Und auch Dr. Edwards hilft Beth bei der Wahl des richtigen Mittels. Bei Carol soll es Adrenalin richten. Zweifel an Dawns Motiven bringt Edwards dennoch ins Spiel. Der fragt, ob Beth den Schlüssel gestohlen oder bekommen hat. Doch was genau der Unterschied ist, wird nicht verraten.

Eigentlich müsste man auf Dawns Seite sein. Sie versucht die meisten Patienten zu retten, auch wenn sie dann Gegenleistungen von ihnen fordert. Erst wenn sich das Nutzen der knappen Mittel nicht lohnt, weil Patienten es nicht aus eigener Kraft schaffen zu überleben oder jemand sie sabotiert (wie Gorman oder Edwards), muss man dann aber einlenken.

Dr. Edwards möchte vor allem seinen eigenen Status erhalten - wie wir besonders deutlich inSlabtown gesehen haben - und weiterhin die kleinen Luxusmomente nicht missen, hilft den normalen Patienten dann aber dennoch. Dazu kommt, dass Dawn ja eigentlich Hoffnung auf Besserung der Gesamtsituation hat. Also könnte vielleicht doch ein Zusammenschluss mit Rick und Co. kommen. Vorstellbar wäre, dass die Wachmänner ersetzt beziehungsweise ausgeschaltet werden und die Kranken, Edwards und Dawn Teil von Ricks Gruppe werden. Ob im Krankenhaus, oder wie die Gruppe momentan noch glaubt, in Washington, müsste sich dann zeigen. Von Eugenes Lüge wissen sie ja noch nichts.

Vergessen scheint zu sein, dass Beth zuvor noch jemanden kurzzeitig mit einem spitzen Gegenstand ausschalten wollte. Aber vielleicht hat sich ihr Erstverdacht als falsch erwiesen und sowohl Dawn als auch Dr. Edwards haben noble Ansichten. Jedenfalls schafft es Beth, Carol das Adrenalin zu spritzen. Doch hilft das, wenn ihre Verletzungen so ernst sind? Langsam muss man sich wohl darauf einstellen, dass eine der beiden nicht lebend aus dem Krankenhaus herauskommt. Was genau im Halbstaffelfinale passiert, ist also sehr offen, es könnte in gleich mehrere Richtungen gehen. Und dass man sich eben nicht sicher sein kann in welche, ist zunächst einmal positiv zu bewerten. Ein paar Tode scheinen aber unvermeidlich.

Fazit

Crossed ist eine klassische Aufbauepisode, die einen großen Moment vorbereiten soll. Dazu sehen wir nach längerer Zeit wieder, was die einzelnen verstreuten Grüppchen tun. Eine klar verbindende Linie zwischen den einzelnen Gruppen ist dabei jedoch nicht erkennbar. Am ehesten interessiert ist man wahrscheinlich, wie es mit Rick und Dawn weitergehen wird. Konfrontation? Verhandlung? Zusammenarbeit? Krieg?

Doch da wir die gewalttätige Eskalation schon am Anfang der Staffel gesehen haben, werde ich das Gefühl nicht los, dass hier etwas anderes passieren wird. Zumal mehrere Leute um Rick herum ihn davon zu überzeugen versuchen, dass Mord und Gewalt nicht immer die potentesten Mittel sind.

Trotz allem fehlen in dieser Episode große Highlights. Insgesamt ist das Dargebotene also weder großartig, noch sonderlich schlecht, sondern irgendwo im Mittelmaß.

Quelle: Review The Walking Dead 5x07: Crossed - Zug um Zug