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1 Mai 2007
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Die The Walking Dead-Episode Slabtown gibt die Antwort auf eine offene Frage aus der vierten Staffel und klärt dabei den Verbleib einer Figur. Diese findet sich hier an einem unerwarteten Ort wieder.

Die Macher von „The Walking Dead“ bauen gerne pro Staffel eine oder zwei Flaschenepisoden ein, die sich nicht um den Hauptcast drehen, sondern vereinzelte Figuren in neue Szenarien schicken. Das haben wir bereits in der tollen Episode Clear gesehen oder beim Governor-Zweiteiler (Live Bait und Dead Weight). In der fünften Staffel ist es nun Beth (Emily Kinney), die eine Einzelepisode bekommt und dabei den Weg einer Gruppe von Überlebendenden kreuzt, die sich anders organisiert, als sie es gewohnt ist.

Willkommen im Grady Memorial Hospital

Fast schon wie Rick (Andrew Lincoln) zu Beginn von „The Walking Dead“ wacht auch Beth hier nun aus einem langen Schlaf (wenn nicht sogar temporären Koma) auf. Ihr Blick aus dem Fenster fällt auf das zerstörte Atlanta. Aber Beth weiß nicht, wo sie ist. Schnell kommen die Polizistin Dawn Lerner (Christine Woods) und der Arzt Doktor Steven Edwards (Eric Jensen) dazu, die Beth mit ihrer Kanüle auf Distanz zu halten versucht.

Beth fragt nach dem Mann, mit dem sie vorher zusammen war, und meint wohl Daryl (Norman Reedus), doch die beiden behaupten, dass sie allein war und von einigen Männern, darunter Gorman (Cullen Moss) vor einer Zombieattacke gerettet wurde. Durch die Rettung steht Beth nun jedenfalls in der Schuld dieser Gemeinschaft. Sie muss das dadurch begleichen, dass sie hier mit anpackt, was bedeutet Patienten im Krankenhaus zu versorgen, Böden zu wischen und so weiter.

Die Belegschaft hat sich dazu verschworen, den Leuten, die sie einsammeln, zu helfen. Aber nur, wenn sich eine Hilfe lohnt und nicht aussichtslos erscheint. Obwohl eine gewisse Grundausstattung an Geräten, Strom, Nahrung und Komfort vorhanden ist, gilt es, nichts unnötig zu verschwenden. Etwas, was zwischen dem Doktor und der Polizistin durchaus für Diskussionen sorgt.

Wie Dr. Edwards Beth mitteilt, hat hier jeder, der stark genug ist, eine Aufgabe. Diejenigen, die es nicht sind, werden entsorgt und zwar durchaus mit Methode. Ein Patient, dessen Beatmung nicht lohnt, wird vom Gerät abgeschlossen, mit einem spitzen Gegenstand am Verwandeln gehindert und über den Aufzugschacht entsorgt. Eine gute, wenn auch nicht perfekte Taktik. Auch für die Verpflegung ist in einer Art Cafeteria gesorgt. Wie genau das Essen beschafft wird, ist nicht ganz klar: Es heißt, das einige auf supply runs gehen. Doch als Beth fragt, warum der gute Onkel Doc nicht von diesem Ort verschwindet, zeigt er ihr das Straßenlevel, das voller Untoter ist. Aber vielleicht haben die Polizisten durch ihr Training einfach Vorteile, die die Normalos nicht haben. Dabei könnte man die Zombies am Rollzaun doch bestimmt auch hier mit langen spitzen Gegenständen aus dem Weg schaffen.

Neben dem Arzt und der Anführerin Dawn, sind der Polizist Gorman, der sich wie ein arroganter Macho aufführt und ständig Frauen belästigt, und Noah (Tyler James Williams), der sich der Raumpflege widmet, als wichtige Personen im Krankenhausalltag zu nennen. Noah würde liebend gerne von hier verschwinden, doch erst gemeinsam mit Beth ermöglich sich hierzu die Möglichkeit.

Sicher genug, um sich zu langweilen

Doktor Edwards erhält durch Dawn und ihre Helfer ausreichend Schutz, um sich um Patienten zu kümmern. Er genießt einen gewissen Luxus, den man in der Welt der Zombieapocalypse selten sieht. Schicke Kunstwerke von Caravaggio, die Möglichkeit, Musik zu hören und zu lesen - das alles ist hier gegeben. Was den Arzt dazu verleitet, auf höchsten Niveau zu jammern. Früher hat ihn die Welle an Forschung förmlich überschwemmt, nun langweilt er sich mit den begrenzten Möglichkeiten, was Beth mit der entsprechenden Antwort würdigt: Wenn man sich sicher genug fühlt, dass einem langweilig ist, dann sollte man sich glücklich schätzen. Beth bietet er außerdem an, etwas von seinem Meerschweinchen zu probieren. So kann man in einer Welt voller Zombies also auch seine Freizeit gestalten.

Natürlich ist nicht alles Gold, was hier glänzt: Einen neuen Patienten, der aus einem Haus gefallen ist und nun innere Blutungen davon getragen hat, kann Edwards nicht ausreichend behandeln, weil ein anständiger Befund mit den limitierten Mitteln unmöglich ist und - wie sich noch herausstellen soll - von ihm nicht gewollt wird. Der besagte Patient ist ein Ex-Kollege des Doktors, der ihm seine Stellung als einziger Arzt streitig machen könnte. Darum benutzt er Beth, nachdem er ihr davon erzählt hat, wie die Gemeinschaft entstanden ist, als seine Proxy-Killerin. Sie soll dem Patienten ein Mittel geben, ein Mittel allerdings, das zum Kollaps und anschließenden Tod führt. Während der Arzt unschuldig tut, nimmt Noah, für den Beth im Laufe ihres Aufenthalts schnell Sympathie entwickelt, die Schuld auf sich und erhält dafür eine Tracht Prügel.

Dawn mag es als Anführerin nicht nur ordentlich und strukturiert, sondern glaubt auch an gewisse Strafen, die für Fehltritte ausgeteilt werden sollten. Beim Ekelpolizisten Gorman, der nicht nur Beth angräbt, sondern auch für den Selbstmordversuch einer anderen Frau namens Joan (Keisha Castle-Hughes)verantwortlich ist, ist sie allerdings nicht so konsequent. Gegenüber Beth leistet er sich drei unangenehme Auftritte: Zunächst bei der Essensausgabe, dann als er den Lolly entwendet, den Noah ihr zusammen mit einem neuen Oberteil zugesteckt hat, und ihn ihr widerlich in den Mund schiebt, nachdem er ihn schon angeleckt hat. Und später als Beth mit Noah die Flucht plant und dafür aus Dawns Büro den entsprechenden Schlüssel holt.

Auf der Suche nach Dawns Schlüssel entdeckt Beth im Büro Gormans vorheriges Objekt der Begierde, das offenbar Selbstmord begangen hat, aber noch die Zeit hatte „Fuck You“ (oder etwas in diese Richtung) in den Fußboden zu ritzen. Beth findet zwar den Schlüssel, aber dennoch taucht Creep-König Gorman erneut auf. Beth versucht eine Alibigeschichte zu erzählen, die er ihr nicht abnimmt. Er beginnt, sie zu begrabschen. Zum Glück steht ein Glas voller Lollys herum, das Beth nutzen kann, um es ihn auf den Kopf zu schlagen. Und glücklicherweise wacht die Tote just in diesem Moment verwandelt auf. Was dazu führt, dass sie nach ihrem Tod ihren Peiniger beißen kann, während Beth mit Schlüssel und Pistole davonkommt. Überraschend kalt lässt Beth Dawn dann den Weg in ihr Büro antreten, wo Joan und Gorman angeblich auf die Anführerin des Krankenhauses warten. Doch Beth und Noah bleibt ohnehin wenig Zeit und die Ablenkung kommt wie gerufen.

Mit zusammengebundenden Bettlaken klettern sie den Aufzugschacht hinunter, was Beth noch nahezu lautlos gelingt, Noah allerdings dann nicht mehr. Das lockt einige Walker an und zwingt ihn zum Sprung in die Leichengrube. Beth kann im Dunkeln dennoch recht zielgenau einige Untoten ausschalten, was ein netter visueller Einfall ist, der an gruselige Videospiele erinnert. Beide schaffen dann den Weg nach draußen, wo sie allerdings ob des Helligkeitsunterschieds und der lauten Pistolengeräusche zunächst leicht orientierungslos zu sein scheinen. Die Munition ist darüber hinaus begrenzt, und so schafft es lediglich Noah zum rettenden Zaunabschnitt, während einige der übrigen Polizisten die umherstehenden Walker erschießen und Beth wieder in Sicherheitsverwahrung nehmen. Die allerdings freut sich hauptsächlich darüber, dass sie Noah die Flucht ermöglichen konnte.

Zurück im Zwangsarbeitskrankenhaus

Wie man in der Folge mehrfach merkt, ist Dawn ohnehin nicht der größte Beth-Fan. Wahrscheinlich ist ihre Rettung auf den Doktor zurückzuführen, warum sonst holt Dawn zur krachenden Ohrfeige aus, die Beths Nähte an der Wange zum Aufplatzen bringen? Auch Beths Suizidversuch aus der zweiten Staffel beziehungsweise dessen Spuren hat Dawn bemerkt und hält sie wohl für eine schwache Person, deren Rettung sich nicht unbedingt lohnt. Darum fragt man sich, warum sie Beth wieder nach oben bringen lässt. Dass Dawn auch Menschen beseitigen würde, erfährt der Zuschauer in der Szene auf dem Krankenhausdach, wo wir von Dr. Edwards erfahren, dass vor ihr ein gewisser Hanson das Sagen hatte, der sich jedoch einen schweren Fehler erlaubt hatte und deswegen beseitigt werden musste. Warum also ist Beth rettenswert und nicht nur Zombiefutter? Vielleicht liegt es einfach daran, dass durch den Tod von Gorman und Joan und durch die Flucht von Noah nun Personalmangel herrscht. Laut dem Doktor befinden sich ja gerade einmal so viele Leute dort, dass man über die Runden kommt.

Wie bereits kurz angeschnitten, bemerkt Beth, dass der Arzt sie für seine Zwecke missbraucht, weil er seinen Status dort in gewisser Weise genießt und keine Nebenbuhler haben will. Dafür macht er lieber Beth zur Killerin aus Versehen. Beth scheint sich am Episodenende rächen zu wollen. Sie hat schon die Schere parat, als ein neuer Patient auf der Trage hereinkommt: Carol (Melissa McBride). Hatte Beth tatsächlich vor, den Doktor zu töten? Ist es soweit gekommen, dass sie den einzigen Mediziner so einer Gruppe töten würde, oder will sie sich an Dawn rächen, um einen neuen Fluchtversuch zu wagen? Vielleicht erfahren wir es demnächst. Mit Carol hat sie nun jedenfalls jemanden an ihrer Seite, mit dem man deutlich bessere Fluchtchancen hat. Und auch Daryl und den Rest der Gruppe sollte man wohl nicht vergessen.

Die Vorteile einer Flaschenepisode

Solche Flaschenepisoden, wie „The Walking Dead“ sie hier mit Slabtown präsentiert, sind eine schöne Möglichkeit, einmal andere Gruppen, Philosophien und Ausschnitte der Welt kennenzulernen. Dazu kommen neue Figuren, die unter anderen Vorzeichen die Katastrophe überleben konnten.

Das Setting eines Krankenhauses haben wir in dieser Form in der Serie außerdem noch nicht gesehen. Die Organisation ist jedenfalls einigermaßen gut durchdacht. Besonders auch der Umgang mit Toten ist den Umständen entsprechend professionell und schließt einige Gefahrenquellen aus. Als Ort, der erhöht ist und damit so manchem Untoten große Hürden in den Weg legt, der zudem von Dach aus per Scharfschütze bewacht ist, der über Zäune verfügt und mit medizinisches Personal, Strom und Nahrung ausgestattet ist, könnte das Krankenhaus mit dem richtigen Führungsstil gut funktionieren. Hier kommt dann Dawn ins Spiel, die das bislang sehr gut geschafft hat, auch wenn man dabei den obligatorischen Unruhestifter dulden und durchschleifen muss.

Dawn ist als Anführerin eine durchaus komplexe und faszinierende Figur, die deutlich gütiger erscheint als ein Governor oder ein Gareth. Sie glaubt an das Prinzip der Gegenleistung oder eine Extremform der Solidarität. Denn wenn nicht alle an einem Strang ziehen und mit anpacken, dann kann die Instandhaltung des Krankenhauses auch nicht funktionieren. Gleichzeitig ist sie eine verkappte Optimistin, wenn auch eine, die keine Opfer scheut. Denn sie glaubt, dass da draußen noch jemand ist, der den Zustand der Welt wieder ändern könnte. Das glaubt auch Abraham, sonst würde er Eugene wohl nicht beschützen und um jeden Preis nach Washington bringen wollen. Auch Rick will die Hoffnung zumindest nicht aufgeben und irgendwann, wenn die Verschwundenen wieder Teil der Gruppe sind, nachreisen. Beth jedenfalls will Dawn einen Realitätscheck verpassen und meint, dass niemand sie retten wird. Ist das wieder die Beth, die sich selbst umbringen wollte, oder ist sie nur realistisch, was die Lage angeht?

Fazit

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Szenenfoto aus der Episode „Slabtown “ der US-Serie „The Walking Dead“
© AMC

Slabtown ist vielleicht nicht die beste bottle episode der Serie, aber dennoch eine interessante. Endlich erfahren wir die Antwort, wo Beth gelandet ist. Sie sorgt nun ihrerseits direkt für reichlich Trubel im Krankenhaus. Das Setting mit dem Hintergrund des zerbombten Atlanta jedenfalls ist spannend, wenn auch das Schauspiel und Timing in dieser Episode nicht immer optimal passt (als Beispiel: Die Titelmusik setzt gefühlt etwas zu spät ein, oder als Beth Dawn sagt, was passiert ist, wirkt das Ganze auch irgendwie merkwürdig).

Dafür gibt es einige Ekeleffekte, die durchaus sehenswert sind (der Sprung aus dem Aufzugschacht in die Leichen, das Schießen im Dunkeln, die Armamputation mit dem abenteuerlichen Instrument). Dazu kommt wieder ein guter Cliffhanger, der das Warten auf die nächste Episode etwas mehr zur Qual macht als üblich. Wie genau wurde Carol verletzt und wie wurde sie von Daryl getrennt? Und mit wem ist Daryl nun bei der Kirche aufgetaucht? Bald erfahren wir es.


Quelle: Review The Walking Dead 5x04: Slabtown
 
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