„Heute um 11.40 Uhr bin ich tot“


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1 Mai 2007
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GERNOT FAHL (69) FÄHRT ZUM STERBEN IN DIE SCHWEIZ :lehrer:

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Im Deutschen Reich momentan Deutschland genannt ist Sterbehilfe Verboten daher fährt Gernot in die Schweiz, sein Todes Datum kennt er bereits ...

„Ich habe mein Leben gelebt“, sagt der 69-Jährige. „Jetzt möchte ich gehen, aber in Deutschland darf ich das nicht. Deshalb fahre ich in die Schweiz. Dort helfen sie mir beim Sterben.“

Ich kann es nachvollziehen kenne selbst zwei Fälle die nur auf den Tod warten da Sie nichts mehr können.

Erlauben kann man die Sterbe Hilfen nicht den dann würden ja die Pharmalobby sehr viel Geld verloren gehen durch sinnlose Medikamente :wand::Finger:
 
1 Mai 2007
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[ZITAT]Bad Salzuflen/Schweiz – Gernot Fahl (69) ist todkrank. Sein letzter Wille: ein würdiger, ärztlich begleiteter Freitod in der Schweiz.

Alles war geplant. Fahl sagte gestern in BILD: „Heute um 11.40 Uhr bin ich tot.“ Doch als Gernot Fahl den Todes-Cocktail trinken wollte, versagte ihm sein Körper den letzten Dienst. Die Geschichte seines langen Abschieds.

★★★

SONNTAG Gernot Fahl schreit auf, als er in seinem Pflegeheim in Bad Salzuflen aus dem Bett gehoben wird. Neun Monate hat er nur gelegen. Acht Stunden Fahrt sind es in die Schweiz.

„Schaffst du das, Alter?“, fragt ihn sein Freund Andreas Giebeler. „Ja“, haucht Gernot Fahl.
Vor ihm liegt die Erlösung. So jedenfalls hat er vor Monaten über den Tod gesprochen: „Ich weiß nicht, was kommt, wenn ich sterbe. Aber gewiss ist, dass ich keine Schmerzen mehr haben werde.“

Gernot Fahl beansprucht Sterbehilfe aus der Schweiz
Tabuthema Sterbehilfe„Heute werde ich sterben“

Gernot Fahl (69) möchte sterben und reist dazu in die Schweiz. BILD begleitet den todkranken Mann in seinen letzten Lebenswochen.mehr...
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Rastplatz Baden-Baden. Zwischen Sonntagsausflüglern und Lkw-Fahrern sitzt ein Sterbender im Auto, einen Cheeseburger in der zittrigen Hand. Dreimal beißt er ab. Dann wird selbst der Burger zu schwer.

„Gernot wollte so nicht enden“, sagt Andreas Giebeler. „Als klar war, dass er fortan gepflegt werden muss, hat er die Ärzte um Sterbehilfe gebeten. Er hat mich bekniet, ihm einen Revolver zu bringen. Aber wir haben gesagt: Das ist unwürdig. Es muss einen besseren, legalen Weg geben, selbstbestimmt aus dem Leben zu scheiden.“

Der führt in ein Schweizer Dorf. Im Gewerbegebiet zwischen Supermärkten und Lagerhallen steht das Hotel, in dem Gernot Fahl seine letzten Stunden verbringen will. Dorthin kommt der Arzt, dem er zwei Mal – am Sonntag und am Montag – sagt, dass er sterben will. So verlangt es das Gesetz.

„Ich – will – sterben!“ Gernot schafft die Worte.

MONTAG Am Morgen schiebt ihn sein Freund in die Sterbewohnung von Dignitas. Nur 4 cl Flüssigkeit trennen ihn vom erhofften Tod.
Aber: „Gernot ist zu schwach. Immer wieder versucht er, nach dem Glas mit dem tödlichen Cocktail zu greifen, doch sein Arm gehorcht ihm einfach nicht mehr“, sagt sein Freund, als er kurz das Zimmer verlässt.

Gernot Fahl muss es aber schaffen – allein! Wer durch einen „assistierten Freitod“ sterben möchte, muss das tödliche Mittel selbst nehmen. Niemand darf es dem Patienten einflößen!

Die Sterbebegleiter geben ihm einen Strohhalm, damit er den Becher nicht halten muss. Doch Gernot Fahl schafft es nicht. Am Nachmittag entscheiden die Sterbebegleiter, ihn mit dem Krankenwagen ins nächste Spital zu fahren.

Gernot Fahl ist inzwischen fast ganz weggetreten. Er hat eine Patientenverfügung, die es Ärzten verbietet, sein Leben künstlich zu erhalten. Lange wird sein Leben nicht mehr dauern.

Andreas Weber, Leiter der Palliativmedizin, zu BILD: „Wir geben ihm Morphium gegen die Schmerzen. Er bekommt keine lebensverlängernden Maßnahmen und auch keine Flüssigkeit. Ich rechne damit, dass er innerhalb der nächsten 48 Stunden sterben wird.“

Über Gernots Ende entscheidet jetzt der liebe Gott.[/ZITAT]Schlimm ... doch so wird er jetzt einen Natürlichen Tod Sterben.
 
Kommentar
1 Mai 2007
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[ZITAT]Zürich – Zehn Monate kämpfte Andreas Giebeler (55) für den würdigen Tod seines schwer kranken Freundes Gernot Fahl (69).

Er fuhr ihn in die Schweiz, saß neben ihm, als dieser vergeblich versuchte, den tödlichen Cocktail zu trinken.

Im Krankenhaus hat er sich nun von seinem Freund verabschiedet. In BILD erzählt er, wie er das erschütternde Schicksal des Gernot Fahl erlebte.​

★★★​

„Gernot war ein Mensch mit Kraft, Ideen, Humor! Probleme gab es bei ihm nicht – nur Lösungen. Über Gefühle aber sprach er nie.​

Bis zu dem Tag im Dezember. Da redete er plötzlich vom Sterben. Mein Freund, der ums Leben gekämpft hatte, verlor den Mut! Ich konnte ihn so gut verstehen!​

Das war doch kein Leben für einen Menschen, dessen größtes Gut seine Unabhängigkeit war!​

Wir baten die Ärzte um Sterbehilfe. Doch in Deutschland wurde sie uns verwehrt. Gernot bekniete mich, ihm einen Revolver zu bringen. Aber ich wollte mich nicht strafbar machen.​

Die Fahrt in die Schweiz war die einzige Chance. Und Gernot wollte sie partout ergreifen. Aber als es dann losging, verließ ihn die Kraft. Von Stunde zu Stunde wich mehr Leben aus ihm. Es war, als ließe er plötzlich los.​

Sein Sterben begann, als er merkte, dass er zum Sterben fuhr!​

Am Abend vor dem geplanten Todestag waren wir eng zusammen. Er wollte, dass ich mich neben ihn legte. Er ergriff meine Hand und drückte sie. Da wusste ich, dass ich das Richtige tue!​

Doch es war ja noch nicht zu Ende. Sechs Stunden lang saß ich neben ihm, als er versuchte, den Becher mit dem Gift-Getränk zu ergreifen. Ein Dutzend Mal streckte er die Hand danach aus, doch der Arm fiel immer wieder auf die Decke zurück. ​

Die Sterbehelfer und ich versuchten es mit einem Strohhalm, doch auch seine Lippen waren zu schwach zum Saugen. Das mit anzusehen, war unfassbar schwer. So gern hätte ich ihm das Getränk einfach eingeflößt, aber das durfte ich nicht. Die Sterbehelfer passten die ganze Zeit auf. Ihm beim Trinken zu helfen, ist schließlich auch in der Schweiz verboten.​

Jetzt liegt er im Krankenhaus und ich lasse ihn zurück. Er war ganz ruhig, als ich ihm zum Abschied die Hand drückte.​

Möge der Tod ihn nun erlösen. Und möge man mich leichter gehen lassen, wenn ich eines Tages nicht mehr will.“​

★★★​

Aufgezeichnet von Anna Steinbach​
[/ZITAT]

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[ZITAT]Jetzt Spricht sein Arzt!

Wetzikon (Schweiz) – Drei Tage dauert es nun, das lange Sterben des schwer kranken Gernot Fahl (69). Montag wollte er ein tödliches Getränk nehmen, war jedoch zu schwach dazu. Das Gesetz erlaubt nicht, dass ihm jemand dabei hilft. Sein behandelnder Palliativmediziner Dr. Andreas Weber erklärt in BILD, was mit Gernot Fahl in den letzten Tagen seines Lebens passiert.

★★★

„Der Zustand des Herrn Fahl ist seit seiner Einlieferung terminal. Das heißt: Er hat die letzte Phase vor dem Tod erreicht.

Schon in der Ambulanz hat er uns durch Nicken und Kopfschütteln deutlich gemacht, dass er keine lebenserhaltenden Maßnahmen wünscht. Das steht auch in seiner Patientenverfügung. So dürfen wir ihn nicht mit Infusionen und künstlicher Nahrung versorgen und ihn auch an keine Maschinen anschließen.

Da er sterben will, haben wir nicht nach den Ursachen für seinen Zustand geschaut und folglich keine Diagnose gestellt. Wozu auch!

Herr Fahl hat es gut bei uns. Er wollte sterben, um von seinem Leid erlöst zu werden. Jetzt leidet er nicht mehr.

Wir geben ihm Morphiumspritzen gegen die Schmerzen – die Schmerzen waren stark, als er zu uns kam. Jetzt aber tut ihm nichts mehr weh. Unsere Pflegerinnen und Pfleger waschen Herrn Fahl, versorgen seinen offenen Rücken. Mehr nicht.

Als er zu uns gebracht wurde, war Herr Fahl kalt. Hände und Füße waren kaum noch durchblutet. Deshalb nahm ich damals an, er würde schnell sterben. Aber offenbar war er nur unterkühlt. Denn inzwischen ist er wieder ganz warm.

Ich denke, Herr Fahl wird bald gehen können, und ich empfinde seinen Wunsch zu sterben als würdig. Er liegt da, völlig entspannt. Immer mal wieder öffnet er die Augen und schaut in den Himmel vor seinem Fenster. Wir gehen hin und sprechen mit ihm, dann antwortet er mit den Augen.

Wann Menschen sterben, ist schwer zu sagen. Vor allem, wenn man sie nicht untersucht hat. Ich gehe aber davon aus, dass er noch vor dem Wochenende gehen kann.

Ich bin mir sicher: So friedlich, wie er daliegt, wird seine letzte Reise sehr ruhig sein.“

★★★

Aufgezeichnet von Anna Steinbach[/ZITAT]Schon heftig ... Ich hätte zu viel Angst davor was dann kommt ...
 
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1 Mai 2007
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[ZITAT]Gernot Fahl im Spital gestorben
In der Nacht erfüllte sich sein größter Wunsch


Gernot Fahl († 69) ist erlöst. Der Tod, den er sich mit aller Macht erstreiten wollte, hat ihn nun friedlich in die Arme genommen. Am 2. November um 0.15 Uhr verstarb er im Krankenhaus Wetzikon in der Schweiz.

„Herr Fahl ist friedlich eingeschlafen“, sagt Palliativmediziner Dr. Andreas Weber, auf dessen Station Gernot Fahl seine letzten Tage verbrachte. „Die Atmung wurde gestern Abend schneller und oberflächlicher. Noch gestern hat er die Augen auf Ansprache geöffnet. Er blieb ganz ruhig und entspannt bis zum letzten Atemzug.“

Der Tod war Gernot Fahls sehnlichster Wunsch. Am Montag hatte er einen Termin zur Sterbehilfe. Doch dann war er zu schwach gewesen, um das tödliche Getränk zu trinken. Seitdem lag er im Krankenhaus, ohne Wasser und ohne Nahrung. Seine Patientenverfügung verbot den Ärzten lebensverlängernde Maßnahmen – doch das Leben entwich nur langsam.

„Ich bin erleichtert und froh, dass er es endlich geschafft“, sagt sein Freund Andreas Giebeler, der Gernot Fahl zum Sterben in die Schweiz brachte. „Er hat den würdigen Tod gesucht und gefunden. Sein Leiden ist nun vorbei.“

Die Todesanzeige, die Giebeler für den Freund verfasste, unterstreicht das, was Gernot Fahl Zeit seines Lebens das Wichtigste war: seine Selbstbestimmung. „Wie in seinem Leben hat er auch für seinen Tod seinen eigenen Weg gewählt“, heißt es da. „Gemeinsame Erlebnisse werden uns in guter Erinnerung behalten.“

Der Mann, der mit Gernot um den Tod gekämpft hat. Der den totkranken Mann mit dem Auto in die Schweiz gefahren hat – er lässt seinen Freund nicht bestatten.

„Gernot war zutiefst rational, wollte kein Grab. Er hat ja auch keine Angehörigen, die es pflegen könnten“, sagt Giebeler. „Er wollte in den Bergen verstreut werden. So ist er im Tode, wie er gelebt hat: frei, allein und irgendwo in der weiten Welt.“

Um 9 Uhr wurde der Leichnam auf der Station abgeholt und in den Krankenhauskeller gebracht. Von hier aus geht es weiter ins Leichenschauhaus. In ein paar Tagen wird er verbrannt. Dann kommt ein Mitarbeiter der Dignitas – das ist die Sterbehilfe-Organisation, die Gernot Fahls Wunsch erfüllen sollte – und holt die Urne ab. Da es in der Schweiz keine Bestattungspflicht gibt, kann die Asche an jedem Ort verstreut werden.

Dignitas-Leiter Silvan Luley zu BILD: „Wir werden für ihn einen letzten würdigen Ort finden.“[/ZITAT]Nun hat er es geschafft,
Glücklicherweise ohne Sterbehilfe.
Möge er nun in Frieden ruhen.
 
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