Geschichte Bewusstsein oder der Dieb...


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23 Juni 2007
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Es gab einmal einen großen buddhistischen Meister namens Nagarjuna. Ein Dieb kam zu ihm. Der Dieb fühlte sich zu diesem Meister hingezogen, weil er nie einen schöneren Menschen gesehen hatte, nie solch grenzenlose Anmut.

Er fragte Nagarjuna: "Gibt es auch für mich irgendeine Möglichkeit, so aufzublühen wie du? Eines muss ich dir allerdings gleich klar sagen: Ich bin ein Dieb. Und noch eins: Ich kann es nicht lassen. Das darf also nicht zur Bedingung gemacht werden. Ich will tun, was immer du sagst, aber ich kann nicht aufhören, ein Dieb zu sein. Ich habe es schon zu oft versucht - es geht einfach nicht.

Und so habe ich mir das aus dem Kopf geschlagen. Ich füge mich in mein Schicksal, dass ich ein Dieb bin und bleibe. Also brauchst du mir darüber nichts zu sagen. Das muss von vornherein klar sein."


Nagarjuna fragte: "Wovor hast du Angst? Wer redet denn davon, dass du ein Dieb bist" Der Dieb sagte: "Jedes Mal, wenn ich zu einem Mönch, Priester oder Heiligem gehe, sagen sie immer: Hör' erst mit dem Stehlen auf! Nagarjuna lachte und sagte: "Dann müssen es selbst Diebe gewesen sein, warum sonst sollte sie das kümmern? Mich kümmert das nicht!"


Der Dieb war sehr froh. Er sagte: "Dann ist es in Ordnung. Es scheint, ich bin jetzt dein Schüler. Du bist der genau der richtige Meister für mich!" Nagarjuna nahm ihn auf und sagte: "Jetzt kannst du gehen und tun, was du willst. Als mein Schüler musst du nur eine einzige Bedingung erfüllen: SEI BEWUSST! Geh' und brich in Häuser ein, hol' dir heraus, was du willst, stiehl nach Herzenslust, tu was dir Spaß macht, mich kümmert es nicht, ich bin kein Dieb - aber tue es mit vollem Bewusstsein!"


Der Dieb sah nicht, wie er in die Falle ging. Er sagte: "Dann ist ja alles in Ordnung. Ich will's versuchen." Nach drei Wochen kam er wieder und sagte: "Du bist sehr schlau, denn wenn ich bewusst stehle, kann ich nicht stehlen. Wenn ich stehle, verschwindet das Bewusstsein. Ich bin in der Klemme!"


Nagarjuna sagte: "Kein Wort mehr von deiner Dieberei und deinem Stehlen. Es geht mich nichts an - ich bin kein Dieb. Entscheide dich jetzt! Wenn du nicht länger Bewusstheit willst, dann entscheide dich jetzt!"


Der Dieb sagte: "Das ist unmöglich! Ich habe davon gekostet, und es ist so schön, bewusst zu sein. Ich will ja gern alles aufgeben!" Dann erzählte er: "Erst neulich nachts ist es mir zum ersten Mal gelungen, in den Palast des Königs einzudringen. Ich habe die Schatzkammer geöffnet. Ich hätte der reichste Mann der Welt werden können - aber du warst mir auf den Fersen und ich musste bewusst werden.

Als ich bewusst wurde, war plötzlich kein Grund mehr da, kein Verlangen. Als ich bewusst wurde, sahen die Smaragde, Türkise, Opale, Rubine und Diamanten einfach wie Steine aus, ganz gewöhnliche Steine. Sobald ich diese Bewusstheit verlor, war der Schatz wieder da. Ich wartete und wiederholte das viele Male. Wenn ich bewusst wurde, war ich ein Heiliger. Ich konnte nicht einmal die Hand danach ausstrecken, denn die Sache sah einfach kindisch aus - einfach dumm - nichts als Steine!

Was tue ich nur: Mein Bewusstsein um dieser Steine willen verlieren? Im nächsten Augenblick verlor ich dieses Bewusstsein wieder und die Steine wurden wieder schön und kostbar - die ganze Illusion war wieder da! Das wäre wohl noch so lange weitergegangen, bis mich die Palastwachen gefunden hätten. Also raffte ich mich auf und entschied, dass ich meine Bewusstheit nicht gegen ein paar Steine eintauschen wollte!"


Nagarjuna lachte: "Wenn du einmal von der Bewusstheit gekostet hast, lohnt sich nichts anderes mehr! Du kennst jetzt die höchste Glückseligkeit des Lebens. Dann fallen plötzlich viele Dinge von dir ab. Du siehst Ihre Dummheit und Torheit. Der Anreiz fällt weg, das Verlangen verschwindet, die Träume zerfallen! Bewusstheit ist alles, was es zu lernen gibt!"

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